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Linux ist nicht nur ein Betriebssystem, sondern eine Philosophie
 
Welches Linux



Kommentare zu:



Die Verwaltung von Computer-Systemen  (=System-Administration) ist nicht länger ausschließlich eine Sache der Profis. Diese muss es natürlich weiterhin geben, aber nicht jeder Privatmensch, jede Schule oder jede kleine Firma kann sich einen Systemadministrator leisten. Daher werden hier einige spezielle Aufgaben und ihre Lösungen vorgestellt.

Die Installation eines Linux-Rechners mit grafischer Oberfläche ist dank der modernen Installationsmethoden kaum noch ein Problem. In Handumdrehen verfügt man über ein System mit modernster Office-Software (z. Bsp. Open Office), über ein solides Brennprogramm für CDs und DVDs (K3B), ein mächtiges Programm zur Bildbearbeitung (Gimp 2.2)  und viele weitere Spezialprogramme. Es stellt sich nicht mehr die Frage: "Was kostet es ?" Wer die Wahl unter einer schon fast erdrückenden Auswahl von Programmen hat, die meist kostenlos zu beziehen sind (download), der verliert schon mal den Überblick.
Oft sind es jedoch kleine, überschaubare Aufgaben, für die ein Linux-Rechner zunächst eingesetzt werden soll.
Linux ist dafür bekannt, daß es besonders zuverlässig und stabil ist und - zunehmend interessant -  wesentlich unempfindlicher als ... gegenüber Würmern, Viren und Trojanern.
So mancher Familienvater, Schulleiter, Firmenchef hat nach der letzten Katastrophe die Nase voll und wünscht sich einen Linuxrechner zwischen dem eigenen Netzwerk und dem Rest der Welt (Internet). Dieser soll das eigene Netzwerk vor Angriffen schützen und den Zugriff auf das Internet koordinieren.

Wie gesagt, der Linux-Rechner ist schnell aufgesetzt, aber jetzt ?
 







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Bei ... gibts es keine große Auswahl. Die alten Rechner haben ..., die moderneren haben alle ...., aber bei Linux sieht es etwas anders aus. Eine nahezu unüberschaubare Auswahl an verschiedenen Linux-Distributionen können dem Neuling das Leben schon verdammt schwer machen. Welches Linux soll ich benutzen? Lange Zeit war Linux ein Betriebssystem für "Englisch-sprachige". Ohne Englisch kein Linux. Punkt. Die deutsche Firma SuSE hat hier eine Bresche geschlagen und wirlich gute Arbeit abgeliefert. Inzwischen hat sich die Welt verändert. SuSE ist an Novell verkauft worden. Als Ergebnis sind die Preise für SuSE-Linux gefallen (s. eb...). Die gute Version 10.0 dürfte, obwohl preisewerter denn je, die Benutzerzahlen der Vorgänger-Versionen nicht mehr erreichen. Der deutschen Sprache (u.a.) sind inzwischen viele Linuxe fähig und Mr. Knopper hat sicher eine Revolution ausgelöst. Linux kann heute als Knoppix von CD gebootet werden und ist schneller, sicherer und vielleicht auch leistungsfähiger. als ...  Dies hat enormen Schwung in die Linux-Bewegung gebracht.  Verbreitet durch eine große Anzahl von Zeitschriften erkannten viele Benutzer: Huch, so einfach kann L;inux sein. Ob Kanotix oder Dsl, oder andere: sie setzten auf Knoppix auf und Knoppix basiert auf Debian! Wer sich entschloß, eine dieser Destributionen wenigstens in einer kleinen Ecke seine Festplatte zu installieren, landete bei Debian. Debian galt als schwierig zu installieren und "englisch-lastig". Mit Knoppix und Derivaten wurde Debian populärer und Debian seinerseits wurde immer "fremdsprachen"-freundlicher.
Aus meiner Sicht ist Debian der Standard schlechthin. Wer einmal "apt-get" probiert hat, wird süchtig! Unendlich vieel Programme installieren - keine Probleme mit der Reg... . Alles läuft problemlos. Alles KOSTENLOS! Für mich ist LINUX = DEBIAN.
Aus meiner Sicht: Alle großen kommerziellen Linux-Anbieter haben Schwierigkeiten oder sind tot: SuSE, Redhat, Mandrake usw.
Aber Linux ist lebendiger denn je. Es ist weiterhin offensichtlich schwierig, mit Linux-Distributionen Geld zu verdienen. Aber es ist auch zunehmend schwieriger, ohne Linux auszukommen! Welche Distribution soll es sein? Nun, keine ohne "apt-get" (die Debian-Connection) !!!


Hier meine persönliche Einschätzung:


Fli4l        (Homepage:  www.fli4l.de )
Ein Disketten-basiertes nonGUI-Linux. Läuft auch auf Uralt-Hardware. Hervorragend geeignet, um als Minifirewall ein kleines Windows-Netzwerk mit dem Internet zu verbinden. Gut geeignet  für IDSN. Unterbindet jede kostenpflichtige Verbindung von Windows-Rechnern. Verbindungen können unter Windows initiert und geschlossen werden. Gut geeignet als Familienfirewall bei ISDN. Viele fertige, installierbare Module.
Sehr übersichtlich und für Anfänger geeignet. Komplett Deutsch.

DSL  - Damn Smal Linux     (Homepage:  www.damnsmalllinux.org
Für ältere Rechner geeignet. Bootet von CD, USB oder HD. Besonderer Vorteil, wenn es vollständig im Speicher gehalten wird: selbst ältere Rechner bieten eine sehr schnelle grafische Oberfläche.  Hier kommt man tatsächlich ins Grübeln, ob man dem alten Rechner noch mehr Speicher gönnt.
Sehr übersichtliche Installation von Programm-Paketen. Einstellungen, eigene Dateien und Programmpakete können z.Bsp. im USB-Stick untergebracht  werden, während von CD gebootet wird - läuft ggf. also prima ohne jede Festplattenbenutzung. Programpakete sind sehr kompakt.
Sehr viel fertige Software verfügbar, die sofort und ohne Anpassung funktioniert. Debian basiert, d.h. die "Superkuh" apt-get kann benutzt werden (allerdings etwas komplizierter, als die fertigen DSL-Pakete). Einfach Klasse. Sollte jeder mal benutzt haben, um sich mit diesem Konzept vertraut zu machen. Gute Unterstützung und Dokumentation im Internet.
 



Windows vs. Linux
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Ich finde es einfach ärgerlich, wie so mancher Linux-Neuling, dem es gerade gelungen ist, ein Linux-System aufzusetzen, sich über Windows ausläßt. Ohne Windows sähe die Welt sicher anders aus. Ohne die Standardisierung, die Microsofts Vormachtstellung erzwungen hat, wäre der Fortschritt in der PC-Welt längst nicht so rasant gewesen. Ohne Windows als Maßstab hätte sich z.Bsp. KDE nicht so entwickelt.
Die gewaltige Zahl der Windows-Benutzer zwingt unweigerlich jeden System-Administrator, sich immer wieder auch mit Windows auseinanderzusetzen. Und System-Administrator ist heute jeder, der mehr als einen PC zu betreuen hat. In der Praxis wird Linux sehr häufig eingesetzt, um Windows Netzwerke zu "serven=bedienen". Fileserver, Intranet- Internetserver, Router, Firewall, usw. sind die typischen Rollen für Linux in einem Windows-Netzwerk. Ob Schule, Heimnetzwerk, Anwaltsbüro oder mittelständischer Betrieb: sie alle verfügen in der Regel über Windows-Computer, auf die niemand verzichten will. Viele Endanwender haben immer noch Angst vor dem Computer und kriegen Panik, wenn man versucht, ihnen Linux vorzusetzen. Viele Kids wollen die bekannten Spiele, die eben nur unter Windows laufen usw.
Einem echten Systemadministrator muß daran gelegen sein, diese Welten zu vereinen und nicht, künstlich Gegensätze zu erzeugen.
Zum Spielen brauche ich Windows. Punkt. Zur Netzwerkverwaltung brauche ich Linux. Punkt. Die ältere VerwaltungsangestelIte will ihr Word, egal was Open Office zu bieten hat. Ich bin sicher, daß genau dieser Trend noch zunehmen wird.
In jeder Form der Ausbildung wird Linux allerdings eine zunehmende Rolle spielen. Junge Menschen gehen sehr viel offener an Neues heran und kommen mit Linux sehr schnell genauso zurecht, wie mit Windows. Linux unter Windows, Windows unter Linux - beides stellt heute kein Problem mehr dar (VMPlayer machts kostenlos möglich, kommerzielle VMWare-Produkte bieten professionelle Versionen) und wird zunehmend genutzt. Wine(kostenlos) und CrossOver(kommerzielle, erweiterte Wine-Version) ermöglichen bereits das Ausführen von einer zunehmenden Anzahl von Windows-Programmen direkt unter Linux - ohne Windows-Lizenz! Also, ihr sysadmins, verliert den Endanwender und Windows nicht aus den Augen.